Explor Games - Die digitale Schnitzeljagd für Jung und Alt "Lenofi und die Legende von Guta"

Titisee · Hochschwarzwald
gratis mit Card FamilieKinderOutdoor
Illustration: lichter Nadelwald mit Wurzelboden, vier kleine Figuren in mittlerer Distanz, eine hält ein Tablet mit leerem Bildschirm.
Illustration (KI-erzeugt), kein Foto des Ortes
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„Wir haben das Tablet, und jetzt?“ Diese Frage fällt am Blockhaus des Action Forest vermutlich mehrmals täglich, und die Antwort lautet jedes Mal: raus in den Wald, ohne Guide, ohne Papierkarte, nur ihr und ein Bildschirm, der behauptet, ein magischer Kompass zu sein. Die Explor Games Titisee schicken dich mit einem geliehenen Gerät zwischen die Fichten rund um den Action Forest. Wer dem jungen Piraten Lenofi folgt, sucht dort den Schatz einer Stadt, die es der Sage nach seit Jahrhunderten nicht mehr gibt.

Wenn die Kinder vorangehen und die Eltern grübeln

Das Spiel ist auf Teams von zwei bis fünf Personen zugeschnitten, und diese Zahl ist keine Willkür. Bei mehr Köpfen steht der Rest hinter dem Bildschirm und schaut zu, und genau das will das Format vermeiden. Der Veranstalter empfiehlt die eigenständige Lösung der Rätsel ab zwölf Jahren, weil einige Kombinationsaufgaben Geduld und einen kühlen Kopf verlangen. Jüngere Geschwister sind deshalb trotzdem nicht überflüssig, im Gegenteil.

Kleinere Kinder werden zu Spürnasen. Sie halten das Gerät, weisen mit dem digitalen Kompass die Richtung, suchen den Waldboden nach Hinweisen ab und verfolgen die Geschichte um das Eichhörnchen Fips, während die Älteren am Bildschirm die kniffligen Aufgaben sortieren. Die regionalen Tourismusverbände führen das Angebot ausdrücklich als familienfreundlich; im Team braucht es lediglich mindestens eine ältere oder erwachsene Person, die bei den komplizierteren Stellen einspringt. Rechnet mit zwei bis drei Stunden in Bewegung und zieht festes, geschlossenes Schuhwerk an, denn ein Teil der Strecke führt über unebene Wald- und Wurzelpfade.

Was die Explor Games Titisee von einer klassischen Schnitzeljagd unterscheidet

Statt gedruckter Hinweiszettel und eines Kompasses aus Messing bekommt jede Gruppe am Empfang ein vorkonfiguriertes Tablet ausgehändigt. Es dient als interaktive Karte und als Navigationsgerät und führt euch zu Wegpunkten, die im Waldgebiet rund um den Action Forest Pfad und das Gelände am Hirschbühl verborgen liegen. Schon das Finden dieser Stationen ist Teil der Aufgabe, denn eine fertig eingezeichnete Route, der man stumpf hinterherläuft, gibt es nicht.

An den Stationen zeigt sich, warum das Ganze hybrid heißt. Ihr müsst die reale Umgebung genau anschauen, Dinge zählen, Wegweiser entziffern, präparierte Hinweise aufspüren. Erst wenn die im Wald gefundene Lösung korrekt eingetippt ist, schaltet sich der nächste Teil der Geschichte frei. Eigenes Equipment braucht ihr dafür nicht, weder eine App noch Datenvolumen noch Roaming: Die gesamte Hardware inklusive der physischen Hilfsmittel für einzelne Rätsel stellt der Betrieb für die Dauer des Spiels.

Die reiche Stadt, die im Titisee versunken sein soll

Die Geschichte, in die euch das Tablet hineinzieht, ist keine Erfindung einer Marketingabteilung, sondern eine alte Schwarzwälder Sage. Dort, wo heute die rund 1,07 Quadratkilometer große Wasserfläche liegt, soll einst eine prachtvolle und unermesslich reiche Stadt namens Guta gestanden haben. Ihre Bewohner wurden mit dem Wohlstand habgierig und respektlos gegenüber der Natur: Sie wollten ein Moor trockenlegen und einen heiligen alten Eichenwald roden, um noch mehr Gewinn zu machen. Die Warnungen der Natur- und Elementargeister schlugen sie in den Wind.

Die Strafe kam als gewaltiges Hochwasser, das die ganze Stadt verschluckte und den See formte. Nur ein Liebespaar und ein Narr, die die Zeichen ernst genommen hatten, sollen überlebt haben. Die Wissenschaft erklärt den rund zwanzig Meter tiefen See nüchterner über den Feldberg-Gletscher und seine Moränen, doch die Sage sitzt tief: 2011 brachten die Jostäler Freilichtspiele den Stoff zum 900-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung des Titisees mit über 100 Laiendarstellern auf die Freilichtbühne.

Lenofi und die Legende von Guta

Lenofis Crew, ein geerbter Kompass und die ewige Tabelle

Im Spiel seid ihr die frisch angeheuerte Besatzung des jungen Piraten Lenofi, der mit seinem Segelschiff Titus und dem Eichhörnchen Fips am Ufer angelegt hat. Er besitzt einen antiken, magischen Kompass aus dem Nachlass seiner Vorfahren, der ihn zum vergessenen Schatz von Guta führen soll, bewacht von einem alten, fürchterlichen Seegeist in den dunklen Tiefen des Sees.

Nach dem Abschluss wandern eure Gesamtzeit und eure Punktzahl in eine digitale ewige Tabelle, in der ihr neben allen Gruppen steht, die das Geheimnis um Guta jemals gelüftet haben. Und es bleibt nicht bei einem Abenteuer: Mit „Tico & Itzá“ ist ein zweites Outdoor-Spiel fest im Angebot, in dem ihr einem indianischen Häuptlingssohn und einem Halbgott in Gestalt eines Chamäleons helft, magische Medaillons zu finden.

Aktueller Hinweis

Spontanes Vorbeikommen wird nicht mehr bedient. Der Betreiber gibt Ausrüstung und Tablets ausschließlich gegen ein vorab online reserviertes Ticket aus, und diese Regel gilt ausdrücklich auch für Gäste mit Vorteilskarte. Ohne Reservierung bleibt der Start verwehrt, selbst wenn im Wald theoretisch noch Platz wäre.

Buchen, anreisen, ankommen: der Ablauf vor dem Start

Feste Startzeiten veröffentlicht der Betreiber nicht, welche Termine frei sind, zeigt der Online-Buchungskalender; das Spiel selbst läuft danach in eurem Tempo. Gebucht wird nach Verfügbarkeit, eine frühzeitige Anfrage lohnt sich also. Reserviert wird in jedem Fall verbindlich vorab online über das Buchungsportal. Bezahlt wird pro Gruppe und nicht pro Kopf, denn das Abenteuer dreht sich um ein gemeinsam genutztes Tablet: Der Gruppenpreis beginnt bei 35,00 Euro und deckt Gerät und Spielmaterial ab.

Mit der Hochschwarzwald Card ist einmalig der Verleih eines Tablets für bis zu fünf Personen samt einem Explor Game enthalten, ihr zahlt also nichts. Der Weg dorthin ist festgelegt: Ihr bucht online regulär einen freien Termin, wählt beim Bezahlvorgang die Option „Barzahlung (vor Ort)“ und bestätigt per Häkchen, dass eine Karte vorliegt. Erst wenn ihr die Karte am Empfangsschalter in Titisee vorlegt, wird der Betrag auf 0,00 Euro reduziert. Seid rund 15 Minuten vor eurem Slot am Blockhaus, dann bleibt Zeit für die kurze Einweisung.

Aus Richtung Freiburg führt die B31 durch das Höllental, ihr nehmt die Ausfahrt Titisee und folgt der Neustädter Straße geradeaus bis zum Ziel auf der linken Seite. Direkt am Gebäude stehen nur wenige kostenfreie Plätze, deshalb steuert ihr besser gleich den kostenpflichtigen Großparkplatz Titisee P1 an der Freiburger Straße an, rund 170 Meter und damit zwei bis drei Gehminuten entfernt. Ohne Auto geht es genauso bequem: Der Bahnhof Titisee liegt etwa fünf Gehminuten entfernt und wird von der Höllentalbahn im Halbstundentakt angefahren, die Buslinien 7255, 7257 und 7300 halten an der Haltestelle „Titisee Action Forest“. Wer in der Region übernachtet, fährt mit der KONUS-Gästekarte aus der Kurtaxe in Bussen und Nahverkehrszügen der 2. Klasse kostenlos, ausgenommen sind Fernzüge wie ICE und IC.

Lohnende Ziele in der Nähe

Ihr müsst nach dem Spiel nicht gleich weiterfahren. Auf demselben Gelände liegt der Action Forest Kletterwald, daneben der RC Offroad Park mit ferngesteuerten Profi-Crawlern über Wurzelpfade und felsige Hindernisse. Zu Fuß erreichbar ist das Badeparadies Schwarzwald. Und dann ist da noch der See selbst, dessen Sage ihr gerade gespielt habt: An der Seepromenade sind die Bootsrundfahrten Drubba Titisee nur wenige Minuten entfernt, und wer den Aufstieg nicht scheut, wandert hinauf zum Hochfirstturm. In der Fußgängerzone reihen sich unzählige Cafés und Boutiquen aneinander, und die Schwarzwälder Kirschtorte ist dort allgegenwärtig.

Gut zu wissen

Gruppengröße
Ideal 2 bis 5 Personen, ein Tablet pro Team. Schulklassen und Gruppen ab 20 Personen starten nach E-Mail-Absprache
Preis
Ab 35,00 Euro pro Gruppe. Mit Hochschwarzwald Card kostenlos: einmalig Verleih eines Tablets für bis zu 5 Personen und ein Explor Game
Buchung
Startzeiten laut Online-Buchungskalender, buchbar nach Verfügbarkeit, Reservierung vorab online
Dauer
Etwa 2 bis 3 Stunden, je nach Tempo beim Laufen und Rätseln
Alter
Eigenständiges Lösen ab 12 Jahren empfohlen, jüngere Kinder spielen im Familienteam mit
Indoor-Variante
„Global Secret Police: Mission Octopus“ in der 200 Quadratmeter großen Lasertag-Arena
Zweites Spiel
„Tico & Itzá“ als weiteres Outdoor-Abenteuer im selben Format
Insider-Tipp

Wenn ihr den Tag ausreizen wollt und das Explor Game mit dem Kletterwald oder einer Runde Lasertag kombiniert, bucht bewusst einen Puffer von etwa einer Stunde zwischen den beiden Aktivitäten. Der Kletterwald allein braucht rund drei Stunden, und ohne Pause wird aus dem Ausflug eine Hetzerei.

Häufige Fragen

Reicht ein Tablet für eine fünfköpfige Familie, oder braucht jeder ein eigenes?
Ein Gerät genügt, das Spiel ist genau darauf ausgelegt. Der Preis gilt pauschal pro Gruppe von zwei bis fünf Personen und startet bei 35,00 Euro. Mit der Hochschwarzwald Card ist einmalig der Verleih eines Tablets für bis zu fünf Personen samt einem Explor Game enthalten, ihr zahlt dann nichts.
Wie viel Zeit sollten wir einplanen, und wann müssen wir vor Ort sein?
Rechnet mit rund zwei bis drei Stunden für die Runde. Gebucht wird ein festes Zeitfenster: Die freien Starttermine zeigt der Online-Buchungskalender, vergeben nach Verfügbarkeit. Seid etwa 15 Minuten vor eurem Slot am Blockhaus, dort bekommt ihr die Einweisung und die Technik.
Unsere Jüngste ist erst sieben. Langweilt sie sich zwischen lauter Rätseln?
Eher nicht, wenn ihr die Rollen verteilt. Die Aufgaben sind zum eigenständigen Lösen ab zwölf Jahren gedacht, jüngere Kinder übernehmen aber mit Begeisterung das Navigieren mit dem digitalen Kompass, das Absuchen des Unterholzes nach Hinweisen und die Geschichte um das Eichhörnchen Fips. Mindestens eine ältere oder erwachsene Person sollte für die kniffligen Stellen im Team sein.
Wir reisen mit Zug und Kinderwagen an. Funktioniert das hier?
Mit geländegängigem Kinderwagen meist ja. Der Bahnhof Titisee liegt etwa fünf Gehminuten entfernt, die Höllentalbahn fährt im Halbstundentakt, und die Buslinien 7255, 7257 und 7300 halten an der Haltestelle „Titisee Action Forest“. Mit der KONUS-Gästekarte aus der Kurtaxe fahrt ihr in der 2. Klasse kostenlos. Das Tourismusportal weist das Angebot als barrierefrei aus, die Wegpunkte liegen auf Wald- und Forstwegen, gut machbar mit einem geländegängigen Buggy mit Luftbereifung. Bei Matsch oder Restschnee ist eine Rückentrage allerdings die bessere Wahl als ein Buggy ohne Luftbereifung.
Was passiert mit unserem gebuchten Termin, wenn ein Gewitter aufzieht?
Leichter Nieselregen ist kein Hinderungsgrund, dafür genügt regenfeste Kleidung. Bei Sturm, schwerem Gewitter oder Starkregen muss der Betreiber das Areal aus Sicherheitsgründen räumen oder schließen. Trockene Alternative im selben Gebäudekomplex ist das Indoor-Explor Game „Global Secret Police: Mission Octopus“, ein virtueller Kriminalfall, den ihr in der 200 Quadratmeter großen Lasertag-Arena löst.

Übernachten

Und wo schläfst du?

Der Ort auf dem Tablet lässt sich schwer wieder abschalten, wenn Lenofis Geschichte noch nicht auserzählt ist. Unsere Partnerhäuser liegen mitten in der Region.

Transparenz: Hotel Hochfirst und Hotel Sonnenberg gehören zur H24-Gruppe, die SchwarzwaldNavi betreibt.

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